Schießstätten des WSV seit 1872

Militärschießplatz Kagran

Der Militärschießplatz Kagran (auch „Elementarschießplatz“ oder „k. und k. Garnisonsschießplatz“ genannt) wurde 1871 für Schießübungen des Militärs in Kagran errichtet. Am 28. Juli 1871 wurde ein Pachtvertrag zwischen dem k.u.k. Militär, gezeichnet von der Verwaltungskommission der k.k. Militärbaudirektion in Wien und dem Stift Klosterneuburg, über ein 182.400 Quadratmeter großes Grundstück (entlang der heutigen Arbeiterstrandbadstraße zwischen Wagramer Straße und Donauturmstraße) abgeschlossen, der am 1. April 1871 gültig wurde. Die Laufzeit dieses Vertrags betrug zunächst 15 Jahre. Nach dieser Frist musste ihn das Stift bei Bedarf verlängern, die Pacht sollte aber einem eventuell geänderten Grundstückswert angepasst werden. Das Holz, das für die Errichtung des Schießplatzes geschlagen werden musste, kam dem Stift zugute. Ausgestattet wurde der Schießplatz mit 51 Schusslinien für Distanzen von 200 bis 600 Schritt und 6 Pistolenschießständen. Die Bauwerke wurden, um einfach und rasch abgebaut werden zu können, aus Holz errichtet. Genutzt wurde der Schießplatz aber nicht nur vom Militär, auch private Schützenvereine waren hier aktiv. So etwa errichtete der Wurftaubenverein „Hubertusrunde“ hier Wurfanlagen zum Tontaubenschießen. Anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. fand hier das VI. Österreichische Bundesschießen, ein Schützenfest, statt, welches der Kaiser mit seinem Besuch beehrte. Zehn Jahre später besuchte er abermals eine Veranstaltung des „Wiener Schützenvereines“, der 1872 einen Teil der Anlage gemietet hatte.

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